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27.10.2026 | 08:54

Kreislaufwirtschaft – Neue Rohstoffe aus alten Textilien

LH Mikl-Leitner: Forschungsarbeit am Josef Ressel Zentrum in Tulln zeigt, dass Niederösterreich an Lösungen arbeitet, die Wirtschaft und Nachhaltigkeit miteinander verbinden

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei ihrem Betriebsbesuch im Josef Ressel Zentrum ReSTex der FH Wr. Neustadt am Campus Tulln.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei ihrem Betriebsbesuch im Josef Ressel Zentrum ReSTex der FH Wr. Neustadt am Campus Tulln.© NLK FilzwieserDownload (1.5Mb)

Seit Juli 2026 dürfen große Unternehmen in der Europäischen Union neue, unverkaufte Kleidung und Schuhe nicht mehr vernichten. Stattdessen müssen die Produkte wiederverwendet, gespendet oder recycelt werden. Damit wächst der Bedarf an Technologien, die textile Abfälle verwerten und hochwertige Rohstoffe zurückgewinnen. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet das Josef Ressel Zentrum ReSTex der Fachhochschule Wiener Neustadt am Campus Tulln. Dort erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie aus ausgedienten Textilien neue Wertstoffe für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft entstehen können.

Bei ihrem Betriebsbesuch betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Aus Altem Neues machen und wertvolle Rohstoffe wiederverwenden – genau darum geht es bei einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Das schont Ressourcen und schafft gleichzeitig neue Chancen für unsere Wirtschaft. Mit der Forschungsarbeit am Josef Ressel Zentrum in Tulln zeigen wir einmal mehr, dass in Niederösterreich an Lösungen gearbeitet wird, die Wirtschaft und Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Damit stärken wir unseren Standort und sichern Arbeitsplätze und Wohlstand in unserem Land.“

Weltweit werden jedes Jahr schätzungsweise hundert Milliarden Kleidungsstücke produziert, während bislang nur ein geringer Teil der Textilien tatsächlich recycelt wird. Am Josef Ressel Zentrum ReSTex entwickeln Forschende deshalb innovative Verfahren, um Mischtextilien aus Baumwolle und Polyester zu trennen und die enthaltenen Rohstoffe für neue Produkte nutzbar zu machen. „Nach rund zweieinhalb Jahren Forschungsarbeit bereitet der Leiter des Zentrums, Christian Schimper, den Aufbau einer Pilotanlage vor, in der die entwickelten Verfahren unter halbindustriellen Bedingungen getestet werden sollen“, erläutert Birgit Herbinger, Standortleiterin der Fachhochschule Wiener Neustadt am Campus Tulln.

ReSTex hat sich aus dem Projekt des ecoplus Kunststoff-Cluster entwickelt und ist in das Netzwerk am ecoplus Technopol Tulln eingebettet. „Der ecoplus Technopol Tulln zählt zu den führenden Forschungsstandorten im Bereich Bioökonomie, Biotechnologie und nachhaltige Ressourcennutzung. Am Standort arbeiten Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen eng zusammen, um Lösungen für die großen Zukunftsfragen unserer Zeit zu entwickeln. Derzeit sind hier rund 1.180 Personen in den Technologiefeldern beschäftigt, davon rund 540 Forscherinnen und Forscher“, informiert Angelika Weiler, ecoplus Geschäftsfeldleiterin & Technopolmanagerin Technopol Tulln.

Die ecoplus Technopole bilden zusammen mit den Clustern und Plattformen Niederösterreich das „Niederösterreichische Innovationsökosystem", ein Projekt kofinanziert von der Europäischen Union.

Weitere Informationen: Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH, Markus Steinmaßl, Telefon: 02742/9000-19619, E-Mail: m.steinmassl@ecoplus.at

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(v.l.) Angelika Weiler (ecoplus Geschäftsfeldleiterin & Technopolmanagerin Technopol Tulln), Birgit Herbinger (Standortleiterin der FH Wr. Neustadt am Campus Tulln), Violeta Kaličanin (GF FH Wr. Neustadt GmbH) und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
(v.l.) Angelika Weiler (ecoplus Geschäftsfeldleiterin & Technopolmanagerin Technopol Tulln), Birgit Herbinger (Standortleiterin der FH Wr. Neustadt am Campus Tulln), Violeta Kaličanin (GF FH Wr. Neustadt GmbH) und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. © NLK FilzwieserDownload (2.3Mb)

(v.l.) Angelika Weiler (ecoplus Geschäftsfeldleiterin & Technopolmanagerin Technopol Tulln), Birgit Herbinger (Standortleiterin der FH Wr. Neustadt am Campus Tulln), Violeta Kaličanin (GF FH Wr. Neustadt GmbH) und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit (v.l.) Angelika Weiler, Birgit Herbinger und Violeta Kaličanin.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit (v.l.) Angelika Weiler, Birgit Herbinger und Violeta Kaličanin.© NLK FilzwieserDownload (2.1Mb)

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit (v.l.) Angelika Weiler, Birgit Herbinger und Violeta Kaličanin.

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