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18.05.2026 | 12:33

Offizieller Startschuss für Gasproduktion in Wittau

LH Mikl-Leitner: „Energiepolitik braucht nicht Wunschdenken, sondern Realitätssinn und Hausverstand“

Von links nach rechts: OMV-CEO Alfred Stern, Bundeskanzler Christian Stocker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und OMV-Vorstand Berislav Gaso.
Von links nach rechts: OMV-CEO Alfred Stern, Bundeskanzler Christian Stocker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und OMV-Vorstand Berislav Gaso.© NLK PfefferDownload (1.5Mb)

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gab am heutigen Montagvormittag gemeinsam mit Bundeskanzler Christian Stocker, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und OMV-CEO Alfred Stern den offiziellen Startschuss für die Gasproduktion in Wittau. Die OMV bringt damit drei Jahre nach der Entdeckung und einer Investition von 150 Millionen Euro den größten österreichischen Gasfund seit vier Jahrzehnten in Produktion.

Energiepolitik müsse „realistisch, verantwortungsvoll und verlässlich“ sein, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in ihrem Statement. „Energiepolitik braucht nicht Ideologie und Wunschdenken, sondern Realitätssinn und Hausverstand“, so die Landeshauptfrau: „Und dafür steht die heimische Gasproduktion in Wittau“.

„Der heutige Produktionsstart ist ein wichtiger Schritt für Niederösterreich und für Österreich“, denn „mehr heimische Energie bedeutet größere Unabhängigkeit“, so Mikl-Leitner. Darum werde in Niederösterreich auch sehr viel in erneuerbare Energie investiert, auch in diesem Bereich sei man Vorreiter: „Es gibt hier kein entweder-oder, sondern nur ein sowohl-als auch. Wir brauchen beides.“ Wittau stehe „für Versorgungssicherheit, Wertschöpfung, Arbeitsplätze und technologische Kompetenz“, zeigte sie sich überzeugt: „Und darüber hinaus auch für ein klares Signal für den Standort Österreich und Niederösterreich.“

Bundeskanzler Christian Stocker betonte in seinem Statement: „Der heutige Produktionsstart in Wittau ist mehr als die Erschließung eines neuen Gasfeldes. Es ist der größte Gasfund in Österreich seit mehreren Jahrzehnten und ein Projekt von strategischer Bedeutung für die Versorgungssicherheit unseres Landes. Bei vollständigem Ausbau kann die OMV die Gasproduktion verdoppeln und damit einen Beitrag dazu leisten, Österreich widerstandsfähiger, unabhängiger und krisenfester zu machen. Gerade die aktuellen geopolitischen Verwerfungen führen sehr deutlich vor Augen, wie wichtig es ist, die eigenen Potenziale klug zu nutzen und in moderne Infrastruktur am Standort zu investieren. Der Produktionsstandort Wittau zeigt, dass Versorgungssicherheit dort entsteht, wo langfristig gedacht und konsequent investiert wird.“

„In Wittau bringt die OMV den größten Gasfund der letzten 40 Jahre in Österreich erfolgreich in Produktion“, betonte auch OVM-CEO Alfred Stern. „In gewohnter Manier liefert OMV auch bei diesem strategisch wichtigen Vorhaben verlässlich. Das Projekt stärkt unsere Gas-Diversifizierungsstrategie, indem heimisches Erdgas unser Portfolio gezielt ergänzt. Gleichzeitig ist Gas für uns ein zentraler Energieträger der Transformation – es sichert heute die Energieversorgung und ermöglicht gleichzeitig den Übergang in ein sauberes und erneuerbares Energiesystem“, so Stern.

Es sei „ein historischer Tag, weil wir damit die Eigenversorgung mit Gas in Österreich verdoppeln“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. Angesichts der geopolitischen Verwerfungen seien die Zeiten schwierig: „Aber wir haben den Anspruch, stärker aus der Krise herauszukommen.“ Mit der Industriestrategie wolle man wieder zu den Top 10 Industrienationen der Welt aufsteigen, betonte er.

Berislav Gaso, OMV-Vorstand für den Geschäftsbereich Energie, gab einen Einblick in die Umsetzung des Projektes: „Mit Produktionsstart 2026 können wir bereits im Winter 2026/27 zur Gasversorgungssicherheit in Österreich beitragen.“

Wittau zählt zu den bedeutendsten Gasfunden der letzten Jahrzehnte. Bei vollständigem Ausbau kann das Projekt die heimische Gasproduktion deutlich steigern und langfristig absichern, potenziell handelt es sich hier um 48 Terawattstunden förderbare Ressourcen. Die OMV hat in der ersten Phase rund 150 Millionen Euro in das Projekt Wittau investiert, davon etwa 70 Millionen Euro für Bohrungen und 80 Millionen Euro für Infrastruktur und Anlagen. In der ersten Phase werden elf Terawattstunden (rund eine Milliarde Normkubikmeter) erschlossen, dies entspricht einer Wärmeversorgung von etwa 100.000 Haushalten über zehn Jahre.

Die OMV hat rund 1.900 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihren Standorten in Niederösterreich, davon rund 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Gänserndorf. Rund 11.000 Arbeitsplätze in Niederösterreich werden durch die Tätigkeit der OMV indirekt gesichert. Die Raffinerie Schwechat ist eine der größten und modernsten Binnenraffinerien Europas, das Labor in Gänserndorf gilt als technologisches Center of Excellence weltweit innerhalb des Konzerns.

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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Energiepolitik braucht Realitätssinn und Hausverstand.“
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Energiepolitik braucht Realitätssinn und Hausverstand.“© NLK PfefferDownload (1.5Mb)

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Energiepolitik braucht Realitätssinn und Hausverstand.“

Offizieller Startschuss für die Gasproduktion der OMV in Wittau.
Offizieller Startschuss für die Gasproduktion der OMV in Wittau.© NLK PfefferDownload (1.2Mb)

Offizieller Startschuss für die Gasproduktion der OMV in Wittau.

Produktionsstart in Wittau, von links nach rechts: OMV-CEO Alfred Stern, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bundeskanzler Christian Stocker und Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
Produktionsstart in Wittau, von links nach rechts: OMV-CEO Alfred Stern, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bundeskanzler Christian Stocker und Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer.© NLK PfefferDownload (1.8Mb)

Produktionsstart in Wittau, von links nach rechts: OMV-CEO Alfred Stern, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bundeskanzler Christian Stocker und Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer.

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